Copy Typed Letter Reinhard Urbach to W. H. Auden 1970-08-21

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Author
Editor(s)Fruehwirth, Timo; Mayer, Sandra; Hechtl, Angelika
PublisherAustrian Centre for Digital Humanities (ACDH), Vienna 2027
Licence(s)
Source Information
  • Austrian Society for Literature
  • ÖGfL-Archiv
Origin
  • 1970-08-21T00:00:00+01:00--1970-08-21T23:59:59+01:00
  • Vienna


Herrn
W.H.Auden
Hinterholz 6
3062 K i r c h s t e t t e n
                                              Wien, 21.August 1970


Lieber Herr Auden!


Leider muß ich Ihnen heute gleich noch einmal schreiben. Wir
haben Frau Prof.Hilde Spiel gefragt, ob sie von Ihnen Gedichte
übersetzen würde. Sie wäre dazu bereit, und nun möchte ich Sie
fragen, verehrter Herr Auden, ob Sie damit einverstanden sind,
daß Frau Spiel einige Gedichte übersetzt und sich die Arbeit
mit Frau Staub teilt. Sie wissen vielleicht, daß Frau Prof.
Spiel (Generalsekretärin der Österreichischen PEN-Clubs) Ihr
letztes Gedichtbuch in "Wort und Wahrheit" besprochen hat. Es
besteht die Absicht, die von ihr übersetzten Gedichte in "Ver
sacrum" abzudrucken. Die von Frau Staub übersetzten Gedichte
könnten leicht in "Literatur und Kritik", der Österreichischen
Literaturzeitschrift,zum Abdruck kommen.


Wir würden uns sehr freuen, wenn wir auf diese Weise Ihrem Werk
in Österreich zu vermehrter Publikation verhelfen könnten. Nun
besteht aber doch die Frage, von der Frau Spiel die Übersetzung
abhängig gemacht hat: Wer hat die Rechte zur Übersetzung Ihrer
Gedichte ins Deutsche? Besteht da eine juridische Abmachung?


Ixch wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir so bald wie möglich
über die rechtlichen Verhältnisse Auskunft geben könnten.


                                  Mit sehr herzlichen Grüßen



                                      (Reinhard Urbach)